Beginn
Mo., 26.10.2026,
09:00 - 16:00 Uhr
In Kindertageseinrichtungen erleben pädagogische Fachkräfte vermehrt Kinder mit hohem Medienkonsum, eingeschränkter Spielfähigkeit, geringer Frustrationstoleranz, Konzentrationsschwierigkeiten oder erhöhter Unruhe. Diese Fortbildung kombiniert fundierten fachlichen Input mit praxisnahen Beispielen, Reflexionsphasen und konkreten Umsetzungsideen für den Alltag. Zentrale entwicklungspsychologische Grundlagen werden beleuchtet. Die Teilnehmenden lernen, zwischen entwicklungsbedingten Schwankungen und möglichen medienassoziierten Regulationsschwierigkeiten zu differenzieren.
Ein wesentlicher Schwerpunkt liegt auf konkreten pädagogischen Strategien und der Stärkung der kindlichen Entwicklungsressourcen, wie der Förderung von Selbstregulation und Impulskontrolle, co-regulative Begleitung in herausfordernden Situationen, gezielte Unterstützung beim Aufbau von Spielkompetenz, Strukturierung und Reizreduktion im Gruppenalltag sowie bewegungs- und körperorientierte Ausgleichsangeboten.
Ein weiterer Baustein widmet sich der professionellen Elternkommunikation. Fachkräfte erhalten Impulse für eine wertschätzende und zugleich klare Gesprächsführung, um Eltern entwicklungspsychologische Zusammenhänge transparent zu machen und präventive Orientierung zu geben. Abschließend wird Raum für Reflexion eröffnet: Welche Haltung vertreten wir als Einrichtung? Welche Grenzen und Möglichkeiten bestehen im institutionellen Kontext? Und wie kann ein klarer, fachlich fundierter Umgang mit dem Thema Medien im Kindergarten aussehen?